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UV-, bzw. UV-C-Technologie verständlich erklärt:


Ultraviolettes Licht ist ein Teil des elektromagnetischen Spektrums und hat besondere Eigenschaften; das UV-C Licht ermöglicht eine zuverlässige Entkeimung von Wasser ohne chemische Hilfe (z. B. Chlor) und hat sich im Laufe der Jahre zu einer anerkannten Entkeimungsmethode entwickelt. Dieses ultraviolette Licht ist für das menschliche Auge zwar unsichtbar aber unterschiedlich aggressiv; das gesamte UV-Strahlungsspektrum unserer Sonne wird grob in drei Bereiche unterteilt:

  •  UV-A (315–400 nm)

       Erreicht ohne nennenswerten Widerstand die Erdoberfläche und ist unter anderem für Pigmentflecken, Hautalterung und Hautveränderungen verantwortlich.

  •  UV-B (280–315 nm)

       Deutlich energiereicher als UV-A, verursacht Hautreizung und bei längerer Einwirkung Sonnenbrand, ist aber an der wichtigen Vitamin-D-Bildung beteiligt.

  •  UV-C (200–280 nm)

       Diese energiereichste Strahlung wird größtenteils von der Atmosphäre absorbiert und kommt auf der Erdoberfläche nur in weniger starker Konzentration vor.

Sämtliche UV-Anlagen für Wasseraufbereitung erzeugen nur die für eine Desinfektion hochwirksame UV-C-Strahlung; dieses Licht dringt in alle Mikroorganismen wie Bakterien, Viren und Pilze ein und zerstört ihre Zellkerne. Bei der Wellenlänge von 254 nm schädigt es die DNA bzw. RNA dieser zumeist schädlichen Organismen so stark, dass sie sich nicht mehr vermehren können, dadurch werden sie zuverlässig inaktiviert und haben ihre schädigende Wirkung vollständig verloren.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Eine UV-Anlage wirkt ausschließlich auf physikalische Weise, ohne Chemikalien, ohne Rückstände und ohne Resistenzbildung, das Ergebnis ist eine sofortige, höchst wirksame und nebenwirkungsfreie Desinfektion, dazu ist sie umweltfreundlich, preiswert und weitestgehend wartungsfrei.


geschichtliche Entwicklung

Schon Ende des 19. Jahrhunderts wurde festgestellt, dass Sonnenlicht das Wachstum von Bakterien hemmen kann. Spätere Untersuchungen zeigten, dass nicht das sichtbare Licht oder die niederfrequente Wärmestrahlung dafür verantwortlich ist, sondern der unsichtbare (hochfrequente) ultraviolette Anteil des Spektrums.

Anfang 1930 wurden erstmals UV-C-Lampen zur Trinkwasserdesinfektion eingesetzt, seitdem ist diese Technologie kontinuierlich weiterentwickelt worden und ist heute aus der Wasser-, Luft- und Oberflächendesinfektion sowohl im privaten Sektor als auch für gewerbliche und industrielle Prozesse nicht mehr wegzudenken.